Verteidigung

Verteidigung bedeutet Abwehr von staatlichen Strafansprüchen. Der Staat hat eine Unmenge von Gesetzen geschaffen, mit denen er das Verhalten der Bürger unter Strafe stellt. Früher hat der Staat auch ohne Gesetz bestraft, allein aufgrund seiner Macht und nach dem Motto: wer die Macht hat, braucht keine Gesetze. Dadurch wurde der Staat undurchschaubar. Niemand wusste, was er tun durfte und was nicht. Heute darf der Staat nur bestrafen, wenn ein Gesetz vorhanden ist, gegen das der Bürger verstoßen haben soll. Diese Pflicht haben amerikanische Befreiungstruppen dem Staat durch das Grundgesetz aufgezwungen. Dem Staat hat es gar nicht gefallen, sich plötzlich an Gesetze halten zu müssen. Viel lieber hätte er weiter nach Gutdünken bestraft. Daher hat der Staat eine riesige Menge Gesetze geschaffen. Er hat alles mit Gesetzen und Verordnungen zugepflastert. Es ist kaum noch eine Bewegung, Erfindung, Unternehmung in Deutschland möglich ohne Angst des Bürgers vor Strafverfolgung. Da der Staat lieber weiter willkürlich und in absoluter Macht verfolgen und bestrafen möchte, versucht er seine Gesetze möglichst geheim zu halten. Das misstrauische Grundgesetz zwingt den Staat nun aber zur Veröffentlichung der Gesetze. Dagegen hat der Staat weitere Mittel erfunden. Er veröffentlicht eine schier unglaubliche und undurchschaubare Menge an Gesetzen und Verordnungen. Gesetze und Verordnungen werden kaum verstehbar und sinnentleert formuliert.
So wird die vom Grundgesetz geforderte Klarheit und Offenheit staatlichen Handelns wieder unterlaufen.
Hieraus erben sich Konsequenzen für die Verteidigung. 1. Sie wissen nicht, welche Gesetzesverstöße Ihnen vorgeworfen werden können. 2. Machen Sie keine Angaben, weil Sie die Gesetze nicht kennen. Achtung: Der Staat benutzt gerne einen Trick: Er benennt Ihnen eine oder zwei Vorschriften, die Sie nachschauen können. Zum Beispiel finden Sie den § 240 Strafgeseztbuch = Nötigung in einem Anhörungsbogen oder in einer Anklageschrift genannt. Sie lesen die Vorschrift und kaufen sich sogar ein Lehrbuch weil Sie meinen, das sei doch alles noch ganz beherrschbar. Größte Vorsicht ist angebracht.
Der Staat wird aufgrund Ihrer Angaben jederzeit einen anderen Paragraphen aus einem ganz anderen Gesetz aus der Tasche ziehen. Und darauf waren Sie keinesfalls vorbereitet. Aus der Nötigung wird ganz schnell eine Erpressung. Aus dem einfachen Diebstahl wird ein Raub. Aus einer Notlüge wird ein Meineid. 3. Beauftragen Sie einen Verteidiger. Der Verteidiger hat das Recht auf Akteneinsicht. Der Verteidiger kann aus der Akte ungefähr abschätzen, welche Gesetze gegen Sie in Stellung gebracht werden können.
Sobald Ihnen ein Vorwurf gemacht wird:
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